Moxibustion


Der Name Moxibustion stammt vom japanischen Mogusa ab, d.h. brennendes, heilendes Kraut.

 

Bei dem brennenden Kraut handelt es sich um die chinesische Unterart Ai Ye des Beifusskrautes.

 

Das Kraut wird von Faseranteilen und Verunreinigungen gereinigt und ergibt eine feine »Wolle«, die sich zu kleinen Kugeln und Kegeln formen lässt. Eine qualitativ hochwertige Moxa verbrennt mit einem typischen Geruch, der an hochwertige Räucherstäbchen erinnert. Moxibustion

wird von den meisten Patienten als sehr angenehm

empfunden.

 

Unterschieden wird in direkte und indirekte Moxibustion.

 

Bei der indirekten Moxibustion wird mit Zigarren, Hütchen, Ofen oder Kegel auf den Griff einer gesetzten Akupunkturnadel gearbeitet und ausgewählte Meridiane und/oder Punkte erwärmt. Zwischen Haut und Hütchen oder Ofen werden z.T. Salz oder Ingwerscheiben gelegt.

 

Bei der direkten Moxibustion – Kyutoshin (jap.) wird eine kleine Portion Moxakraut direkt auf der Haut entzündet. Eingesetzt werden Kegel von ca. 1-2cm bis hin zu kleinsten Portionen mit Sesamkorngrösse, die jeweils am oberen Ende entzündet werden. Geschützt wird die Haut durch eine spezielle Hautschutzpaste, dem Shiunko.

 

Die beim Verbrennen entstehende Wärme dringt sehr tief ins Gewebe ein, vergleichbar mit Infrarotwärme. So kann mit Moxa dem Akupunkturpunkt Wärme und Energie zugeführt werden. Von der Art der Moxibustion hängt ab, ob eher die wärmende Eigenschaft im Vordergrund steht, oder mehr die nährende, energieauffüllende, bewegende oder zerstreuende Fähigkeit. 

 

Die Moxa-Therapie wirkt nach dem Prinzip der Gegenregulation: Durch Moxibustion werden die Nervenendigungen der Haut angeregt, was die Hirnanhangsdrüse und die Nebennieren aktiviert und Hormone freisetzt, die eine heilsame Wirkung im Körper entfalten.

 

Moxa ist in Asien auch ein beliebtes und weit verbreitetes Hausmittel, das gerne zur Vorbeugung und Gesunderhaltung angewandt wird. So besagt ein Sprichwort, dass keine weite Reise unternommen werden soll, ohne vorher das „Qi“, die Lebensenergie, durch Moxa angereichert zu haben.